Textil

In diesem Projekt wollen wir mit Akteuren in der Region nach Lösungen suchen, um Altkleider sinnvoll zu verwerten. Gesetzliche Neuregelungen bundesweit und auf EU-Ebene machen neue Lösungen erforderlich. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen, tragbare Kleidung verfügbar zu machen und Textilen wiederzuverwerten.

Infos zum Projekt

Die Entsorgung von Textilien wird auf EU-Ebene neu geregelt. So dürfen ab Sommer 2026 große Unternehmen retournierte, unbeschädigte Neuware nicht mehr entsorgen. Für kleine Unternehmen gilt das ab 2030. Seit Sommer 2025 ist die Entsorgung noch tragbarer Altkleidung im Restmüll in Deutschland unzulässig. Gleichzeitig gibt es immer weniger Altkleidercontainer bei einer steigenden Menge an Altkleidern (Fast Fashion).

Gemeinsam mit Akteuren in der Region wollen wir Lösungen entwickeln, um Altkleider sinnvoll zu verwerten.

Bereits bestehende Angebote im Landkreis Goslar

  • Secondhand-Läden
  • Tauschschrank
  • Textil-Repair
  • Nähkurse
  • Kostenlose Nähwerkstatt in der Stadt
  • Taschen recyceln
  • Repair Café & Textilverwertung
  • Upcycling
  • Kleider als Dämmstoff für Bauindustrie
  • Möbel aufpolstern & beziehen
  • Hocker aus Stoffen und Holz bauen
  • Kleidertauschparty

Idee aus dem Jahresworkshop 2026: Kombination bereits bestehender Angebote für Bedürftige (bspw. Friseure, die Obdachlosen kostenfreie Haarschnitte anbieten oder Tafeln) mit einer Kleiderbörse. So könnten bspw. ehrenamtliche Frisörinnen den Bedürftigen auch Kleidung übergeben.

Schlüsselpartner

  • Kooperationen mit Partnern aus der Recycling-Industrie
  • Netzwerk / Akteure mit Bildungsmotivation
  • Entsorgungsbetriebe einbeziehen: Sammlung – Verteilung /Verwertung– Entsorgungen beim Wertstoffhoff
  • Kaufmannsgilde Goslar

Welche Ressourcen braucht ein geeignetes Angebot?

Für die Umsetzung des Textilrecyclings wurden vor allem eine Räumlichkeit zum Nähen und die Möglichkeit für Fördergelder und Zuschüsse als wesentliche Fragestellungen gesehen. Darüber hinaus waren Zeit und mobile Nähmaschinen weitere Faktoren. Ergänzend könnte Kleidung auch an Kitas als Bastelmaterial übergeben werden.

Kundenansprache und Zielgruppen:

  • Goslar-App als Informationsverteiler
  • Textilunterricht in Schulen
  • Studierende mit Social Media (z. B. TikTok etc.) – Upcycling Tutorials
  • Werbung zum Reparieren
  • Initiativen – Netzwerkbildung

Als Hürden für die Umsetzung wurden vor allem die Akzeptanz von reparierter Kleidung, die personellen Ressourcen, die Themen Aufbereitung und Hygiene sowie Qualitätsdefinition und -kontrolle formuliert.

Als nächster Schritt soll ein Zusammenschluss aus Textil-Initiativen gebildet werden.

Mitstreitende werden gesucht! Sie haben Interesse? Dann nehmen Sie mit Projektleiterin Allison Höft (Tel. 49 5321 76-7542, Allison.Hoeft@landkreis-goslar.de) Kontakt auf.